Im Bewusstsein, dass eine hohe akademische Ausbildung alleine nicht reicht, um sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen, konzentrieren wir uns stark auf die Förderung der Selbst- und der Sozialkompetenz. Wie in allen Lebensbereichen muss auch das Zusammenleben erlernt werden.

Ab dem zweiten Kindergartenjahr arbeitet die Theaterpädagogin eine Stunde pro Woche mit den Kindern. Auf kreative Weise und durch freie Interpretation fördert sie den persönlichen Ausdruck jedes Kindes und stärkt so sein Selbstwertgefühl. Im Zentrum der Arbeit der Theaterpädagogin steht das Mediationsprojekt „Flomi“. Durch die Methode des Figurentheaters sehen die Kinder eine ihnen bekannte Konfliktsituation, in die sie intervenieren und sich aktiv einbringen und dabei Empathie und Konfliktlösungsstrategien trainieren können.

PRIKI ist ein Projekt, in dem die Kindergartenkinder und die 1. Klässler einmal wöchentlich gemeinsam unterrichtet werden. Im gemeinsamen Unterricht werden die Kindergartenkinder gut auf die nächste Stufe vorbereitet und die älteren Kinder können Vorbild sein und die Kleinen unterstützen. Gemeinsam nehmen sie an spielerischen Aktivitäten teil, arbeiten in Gruppen und lernen voneinander. PRIKI bietet wichtige Grundlagen, um alle sozialen, persönlichen und kognitiven Kompetenzen, an denen während des Schuljahres gearbeitet wird, in die Praxis umzusetzen.

Damit sich die Kinder in einer sicheren und geschützten Umgebung entwickeln können, arbeiten die Betreuerinnen und Betreuer des Kindergartens eng mit den Verantwortlichen des Kinder(h)orts zusammen. Der Kinder(h)ort garantiert das Wohlbefinden und den professionellen Unterricht am Nachmittag mit einem breiten Angebot an Aktivitäten in der gleichen Art und Weise wie der Kindergarten. Die Freispielecken sind in folgende Lernbereiche gegliedert: „Ich und die Welt“, „Ich und mein Körper“, „Ich und meine Fantasie“ und „Ich und andere“. Des Weiteren verfügen wir über einen grossen Spielplatz, auf dem die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten entwickeln, sich bewegen und jeden Tag Veränderungen in der Natur beobachten können.

Kindergarten und Kinder(h)ort werden als EIN Haus unter demselben Dach mit einem guten Fundament und sicheren Wänden verstanden, in denen sich alle Kinder gut betreut und begleitet fühlen, um auf natürliche Weise die so wichtigen Kompetenzen wie Autonomie, Verantwortung und Vertrauen zu entwickeln.

Die Idee, ausserhalb des Klassenzimmers in einer natürlichen Umgebung zu unterrichten, wurde 1950 in Dänemark geboren und verbreitete sich schnell in Schweden und in anderen nordischen Ländern. Heute ist die Waldpädagogik in vielen europäischen Ländern und vor allem in der Schweiz von grosser Bedeutung.

Die Kindergartenkinder und die Primarschüler verbringen einen Morgen im Monat im Wald. Die Prekindergartenkinder besuchen den Wald vier Mal während des Schuljahres. Die Natur wird zum Klassenzimmer und zu einem erweiterten Lernort. Bäume, Steine, Tiere, die Erde, etc. verschaffen unbegrenzte Lernressourcen und die Verbindung zwischen theoretischem Wissen und praktischen Erfahrungen. Im Freien zu sein fördert das Gleichgewicht und die Motorik und schärft alle fünf Sinne Sehen, Hören, Geschmack, Geruch und Tasten. Die Natur stellt eine perfekte Lern- und Arbeitsumgebung für die Kinder dar, die sie in ihrer kognitiven und emotionalen Entwicklung fördert und Kompetenzen wie Konzentration, Schreiben, Rechnen und soziale Fähigkeiten weiter ausbaut.

An der Schweizer Schule können unsere Jugendlichen der 10. Klasse einen privaten Austausch im Ausland organisieren. Wir empfehlen ein deutschsprachiges Land, damit sie ihre Sprachkenntnisse vertiefen können.

Besonders hervorzuheben ist die einwöchige Reise in die Schweiz in der 9. Klasse. Die Schülerinnen und Schüler nehmen am Unterricht in einem Schweizer Gymnasium teil, wohnen bei Gastfamilien und erleben so den Schweizer Alltag aus erster Hand und knüpfen persönliche Kontakte. Dank eines vielfältigen Ausflugsprogramms lernen sie zudem verschiedene Facetten der Schweiz und die Universität sowie die ETH in Zürich kennen. Im Gegenzug besuchen uns die Schweizer Schülerinnen und Schüler in Madrid, um so den Kontakt und die Freundschaften zu verfestigen.

Jedes Frühjahr führen wir eine Lesewoche mit vielen verschiedenen Aktivitäten wie Lesewettbewerb und Büchertausch durch. Täglich unterbrechen wir den normalen Unterricht und geben den Kindern Zeit zu lesen. Die Bibliothek organisiert ausserdem spezielle Aktivitäten. Während dieser Woche verbringen die 2.- und 3. Klässler auch lesend eine Nacht in der Schule. In der Lesenacht werden Bücher ausgetauscht, es wird viel gelesen und die Kinder haben grossen Spass.

In der Primarschule werden die 1. bis 3. Klässler von den 4. bis 6. Klässlern als „Patenklassen“ begleitet und unterstützt. Kleinere Projekte werden durchgeführt und so dürfen die Kinder sich während der ersten drei Jahre auf die Hilfe ihrer älteren Mitschülerinnen und -schüler verlassen und übernehmen danach selber Verantwortung und eine Vorbildrolle für die nachkommenden Klassen.

Seit vielen Jahren hat die Schule ein innovatives Mediationsprogramm, das Lehrpersonen und die Schülerinnen und Schüler in der Prävention und Lösung von Konflikten unterstützt. Diese Konfliktlösungsstrategien geben den Kindern das nötige Werkzeug, ihre Auseinandersetzungen konstruktiv anzugehen und möglichst selbstständig eine Lösung zu finden. Dabei helfen auch die Peacemaker, das sind Schülerinnen und Schüler, die besonders ausgebildet sind, bei Konfliktsituationen zu intervenieren. Die Mediation ist ein nachhaltiges gewaltfreies Konfliktlösungsinstrument und gewährleistet die Entwicklung von Kompetenzen in Bezug auf Kommunikation, kritisches Denken und Empathie.
Die Hauptziele des Programms sind:

  • Eine Mediationskultur unter den Schülerinnen und Schülern zu schaffen
  • Ressourcen für die effektive Lösung von Konflikten zu generieren
  • Entwicklung geeigneter Werkzeuge zur konstruktiven Konfliktlösung
  • Das Schulklima und das Umfeld der Schülerinnen und Schüler zu verbessern

Wir sind überzeugt davon, dass ausserschulische Lernorte wie Theater, Oper, Museen und Kino, oder Tagesausflüge, Sportanlässe, Reisen und Austauschprogramme mit der Schweiz, sehr wichtige Aktivitäten sind, die einerseits der Vertiefung der Unterrichtsinhalte, andererseits der allgemeinen Horizonterweiterung dienen, denn sie fördern das Zusammenleben, die Autonomie, die Toleranz und stärken den Gruppenzusammenhalt.

KlasseReise
3. und 4. PrimarschuleFünftägige Reise auf einen Schulbauernhof in der Nähe von Madrid
5. und 6. PrimarschuleSechstägiges Schneesportlager in Spanien
7. – 10. GymnasiumSechstägiges Schneesportlager in Spanien oder Andorra
9. GymnasiumFünftägige Reise in die Schweiz
10. GymnasiumKultureller Ausflug nach Salamanca
11. GymnasiumKulturreise am Schuljahresende